Thessaloniki - Facetten einer Stadt

Thessaloniki - Facetten einer Stadt

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Im Rahmen der „Europäische Kulturtage: Thessaloniki - Facetten einer Stadt“ am Museum für Europäische Kulturen (MEK) (9. August bis 9. September 2018) organisiert das Büro der Heinrich Böll Stiftung Thessaloniki/Griechenland zwei Diskussionsabende zu Themen, die den deutsch-griechischen Dialog fördern. Sie befassen sich mit der die Notwendigkeit der Aufarbeitung der gemeinsamen Vergangenheit sowie Fragen der Solidarität in und zwischen den beiden Ländern im Interesse eines gemeinsamen Europas.

Arnimallee 25, 14195 Berlin-Dahlem

Im Rahmen dieser Kulturtage organisiert die Heinrich Böll Stiftung – Büro Thessaloniki folgende Veranstaltungen:

Salonica – Erinnerungen an das untergegangene „Jerusalem des Balkans“
Ein deutsch-griechischer Dialog über Vergessen, Verdrängen und Erinnern
23. August 18.00-21.30 Uhr, Museum für Europäische Kulturen (MEK), Arnimallee 25, 14195 Berlin

Einst war das multikulturelle Thessaloniki eine mehrheitlich jüdische Großstadt, ein Zentrum blühenden jüdischen Lebens in Europa. Auch nach der Integration der Stadt in den griechischen Nationalstaat in Folge der Balkankriege blieb die jüdische Gemeinschaft eine einflussreiche Minderheit, die das Leben der Stadt weiterhin prägte – bis sie während der deutschen Besatzung durch die Nationalsozialisten fast vollständig ausgelöscht wurde.  
Die Historiker/innen Maria Kavala aus Thessaloniki und Tobias Blümel aus Berlin erzählen diese Geschichte vom Aufstieg und gewaltsamen Ende des „Jerusalem des Balkans“. Leon Saltiel, Mitglied des Zentralrats der Juden Griechenlands, berichtet über das heutige jüdische Leben in der Stadt und die Bemühungen und Fortschritte bei der Aufarbeitung dieser gemeinsamen Vergangenheit von Griechen und Deutschen. Das Gespräch moderiert Hilde Schramm, Respekt für Griechenland e.V.

Anschließend wird der Dokumentarfilm „Salonica – City with Amnesia“ von Max Geilke und Mario Forth gezeigt. Der Film erzählt vom Vergessen, Verdrängen und dem Ringen um Erinnerung des jüdischen Teils der Geschichte der Stadt Thessaloniki. Im Anschluss an den Film gibt es die Gelegenheit zur Diskussion mit dem Regisseur Max Geilke.

Der Film erzählt vom Vergessen und dem Ringen um Erinnerung des jüdischen Teils der Geschichte der Stadt Thessaloniki. Im Anschluss an den Film gibt es die Gelegenheit zur Diskussion mit dem Regisseur Max Geilke.

Eine Veranltung der Heinrich Böll Stiftung, Büro Thessaloniki, Griechenland in Zusammenarbeit mit Respekt für Griechenland e.V. und mit der Unterstützung von Hellas Filmbox statt. Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Europäische Kulturtage: Thessaloniki - Facetten einer Stadt statt, 9. August bis 9. September im Museum für Europäische Kulturen (MEK) Arnimallee 25, 14195 Berlin-Dahlem

 

Samstag, 25. August, 16 Uhr
Solidarität in Zeiten der Krise in Thessaloniki

mit Stavorula Poulimeni, Elias Anagnostopoulos, Olga Drossou (Moderation)

Die griechische Fiskalkrise und die dann einsetzenden Sparprogramme stürzten viele Menschen in existentielle Not. Sie verloren Arbeit, öffentlichen Gesundheitsschutz und oft auch ihre Wohnungen. In dieser Situation machten sich jedoch viele auch auf den Weg und gründeten Initiativen der Hilfe und Selbsthilfe. Die Journalistin und Aktivistin Stavroula Poulimeni gibt einen Einblick in Solidaritätsprojekte für Gesundheit und Arbeit und Elias Anagnostopoulos, Geschäftsführer des Tageszentrum für Flüchtlinge Alkyoni berichtet über die Solidarität, mit der die Menschen der Stadt Flüchtlinge aufnahmen, seit ihnen die Weiterreise nach Norden versperrt wurde. Im Anschluss wird der Dokumentarfilm über die Solidarische Sozialklinik in Thessaloniki „Einsam oder gemeinsam?“ gezeigt.

Die „Europäischen Kulturtage: Thessaloniki | Facetten einer Stadt“ sind ein Projekt des MEK in Kooperation mit der Botschaft von Griechenland in Deutschland, dem Museum für Fotografie in Thessaloniki, der Heinrich-Böll-Stiftung – Büro Thessaloniki, dem Zentrum Modernes Griechenland an der Freien Universität Berlin, Hellas Filmbox, dem Verein „Respekt für Griechenland e.V.“ und den griechischen Communities in Berlin.

 

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