Der Beitrag der Sozialunternehmen zur sozial-ökologischen Regionalentwicklung und die Rolle der Kommunen

Der Beitrag der Sozialunternehmen zur sozial-ökologischen Regionalentwicklung und die Rolle der Kommunen

Werkstattgespräch im Rahmen der VI Deusch-Griechischen VersammlungΝafplio, 3-5.11.2016

​Wie sollte eine geeignete Unterstützungsstruktur für die soziale Ökonomie in Griechenland aussehen und wie kann sie in allen Regionen Griechenlands aufgebaut werden? Wie sieht das Ökosystem der Sozialunternehmen und Genossenschaften in Deutschland aus? 

In ganz Europa gründen sich neue Sozialunternehmen, meist auf genossenschaftlicher Basis, die sowohl ökonomische wie auch soziale und ökologische Ziele verfolgen. Sie unterscheiden sich von privatwirtschaftlichen Unternehmen darin, dass ihr primäres Ziel nicht die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist, sondern die Förderung des Gemeinwohls, zum Beispiel durch die Schaffung von Arbeitsplätzen bei der Erfüllung einer sozialen oder ökologischen Aufgabe. Je nach Land und Region haben Sozialunternehmen unterschiedliche Rechtsformen und Tätigkeitsfelder.

In Griechenland hat die Verabschiedung neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen im letzten Jahrzehnt die Gründung von neuen sozial-innovativen Unternehmen und Genossenschaften begünstigt. Die meisten schaffen neue Arbeitsplätze in den Bereichen soziale Eingliederung benachteiligter Gruppen, soziale Fürsorge, aber auch Produktion biologischer Lebensmittel und anderer gesundheitsförderlicher Produkte sowie gemeinwohlorientierte Dienstleistungen in Bildung, Tourismus und Aufwertung des kulturellen Erbes, nachhaltige Mobilität usw.

Um überleben zu können, müssen neu gegründete Sozialunternehmen eine ganze Reihe von Hürden überwinden. Sie müssen dem Wettbewerb auf dem Markt standhalten, ohne ihre soziale Zielsetzung zu gefährden. Wichtige Voraussetzung dabei ist, dass sie in der Lage versetzt werden, sich untereinander zu vernetzen und verstärkt zusammenzuarbeiten. Dafür benötigen sie zunächst ein unterstützendes Umfeld, ein bildendes und vernetzendes „Ökosystem“ für ihre Selbstorganisation und gegenseitige Unterstützung, aber auch institutionelle Unterstützung von Seiten des Staates.

Die Paneldiskussion hat sich mit der Rolle der Kommunen und lokalen Träger bei der Schaffung eines günstigen Ökosystems der Sozialunternehmen befasst. Wie sollte eine geeignete Unterstützungsstruktur in Griechenland aussehen, wie kann sie in allen Regionen Griechenlands aufgebaut werden, wie können die kommunalen Akteure dazu beitragen? Wie sieht das Ökosystem der Sozialunternehmen und Genossenschaften in Deutschland aus und welche Unterstützungsstrukturen gibt es dort? Was können die griechischen Sozialunternehmen von Deutschland und anderen europäischen Ländern lernen?

Program, 5. November 2016

Inputs:

Das „Ökosystem“ der Sozialunternehmen in Griechenland am Beispiel von Karditsa
Kurzer Dokumentarfilm
Vassilis Bellis,
Direktor der Entwicklungsagentur von Karditsa (ANKA) Präsentation pdf (auf griechisch)

Aufbau der Genossenschaftlichen Sozialwirtschaft, in Kooperation mit den Kommunen und privatwirtschaftlichen Unternehmen, am Beispiel der Abfall und Recyclingwirtschaft
Wolfgang Schreiber
 Vorstandsvorsitzender Recyclingpartner e.G. Präsentation pdf

Kommentare:

Sotiria Bakalakou, Vizebürgermeisterin für Wirtschaft von Karditsa Präsentation pdf (auf griechisch)
Klaus Borger, Staatssekretär a.D. Saarland

Diskussionsleitung: Olga Drossou, Leiterin Heinrich Böll Stiftung Griechenland

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